Jul 18
Achterbahnwägen für den neuen Launch-coaster

X-Cars im Bayern-Park

In Riesenschritten geht es voran: Am Wochenende wurden die jeweils 2,6 t schweren X-Cars auf die Schienen des Freischütz gesetzt. Ein 50 Meter hoher Kran bewerkstelligte am Samstag, den 09.07. die komplexe Zusammenführung von X-Car und Bahn. Punkt 13:00 Uhr senkte sich der Hightech-Wagen millimeterweise auf den Schienenabschnitt des Abschussbahnhofs. Von dort wird das X-Car-Tandem in wenigen Wochen katapultartig in den 25 Meter hohen Top-Hat geschossen. Bis zu zwölf Personen passen in das Tandem, das in wenigen Sekunden auf 80 km/h beschleunigt. Atemberaubend, im wahrsten Sinne des Wortes, werden die ersten Sekunden dieser Fahrt sein. In den restlichen 40 Sekunden wird der Körper permanent positiven oder negativen G-Kräften ausgesetzt sein, die man in den speziellen Komfortsitzen des X-Cars besonders intensiv erleben wird.

Bis es aber soweit ist, steht dem Freischütz noch eine ausführliche technische Testphase bevor. Bis Ende der Woche (17.07.) werden die beiden X-Cars schrittweise über die ersten 40 Meter der Bahn gefahren. Für alle Techniker und Konstrukteure der Bahn eine spannende Angelegenheit. Auf diesen 40 Metern werden die X-Cars auf den LSM-Antrieb abgestimmt. Der Lineare Synchron Motor (LSM) liegt direkt unter den ersten 40 Metern der Bahn und beschleunigt das X-Car auf seine Endgeschwindigkeit. Dabei müssen die Sensoren des Wagens und die Statoren des Antriebs (Wicklung um den LSM-Antrieb) optimal kommunizieren. Absolute Präzisionsarbeit und eine Herausforderung für jeden Techniker. Also: noch heißt es Luft anhalten und Daumen drücken, bis einem bei der ersten Fahrt tatsächlich der Atem stockt.

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